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Schachclub Fulda
Startseite » 2013 » April » 19 » 8. Runde BOL: Fulda 4 holt im Spiel 77 einen Punkt in Bad Hersfeld 3,5 : 3,5
8. Runde BOL: Fulda 4 holt im Spiel 77 einen Punkt in Bad Hersfeld 3,5 : 3,5
00:09
Am 8. Spieltag trafen wir auf Bad Hersfeld 2. Da Jan und Lev nicht konnten, sprang zum Glück Konstantin ein und wir fuhren leider nur zu siebt nach Bad Hersfeld. Die Gäste hatten allerdings auch Aufstellungsprobleme und boten auch nur sieben Spieler auf. Nachdem wir uns dann darauf geeinigt hatten gemeinsam Brett 3 freizulassen, wurden die Bretter freigegeben. Die Lullusstätter gingen als Favorit ins Rennen, denn sie waren uns um knapp 100 DWZ-Punkte als Mannschaft und an 4 von 7 Brettern überlegen. Doch da die bisherigen Partien immer recht eng ausgingen, erwarteten wir auch in dieser Saison ein knappes Ergebnis.
Alex an Brett 4 traf auf eine gut 200 DWZ-Punkte stärkere junge Gegnerin. Den Unterschied merkte man aber nicht ganz so deutlich: beide spielten sehr konzentriert  und nach knapp zwanzig Zügen reiner Eröffnungstheorie einigten sie sich auf ein friedliches Remis --> 0,5 :0,5 .
Oleg an Brett 6 ging nach einer zweiwöchigen Grippe recht angeschlagen in die Partie, was sich durch einige unsauber gespielte Züge bemerkbar machte. Nach und nach konnte sich die Anziehende besser entwickeln und es drohte durch eine Unachtsamkeit der Verlust von Turm oder Dame. Um dies zu vermeiden mußte er einen Springer hergeben und sah seine Stellung schon in der Anfangsphase durch den geöffneten Königsflügel stark geschwächt. Die junge Bad Hersfelderin nutze ihren Vorteil schliesslich zu einem ungefährdeten Sieg --> 0,5 : 1,5 gegen uns.
Im Duell der Mannschaftsführer an Brett 2 traf Thomas Gulla auf einen Routinier, der knapp 400 Punkte mehr mitbrachte. Die Routine bemerkte er auch in der Eröffnung, in der er einen Läufer für zwei Bauern geben mußte. Die bessere Entwicklung nutze der Anziehende geschickt aus, um den Druck mit Leicht- und Schwerfiguren auf den König immer mehr zu verstärken. Thomas konnte seine Stellung nur mit Mühe halten, und es war auch hier nur eine Frage der Zeit, wann die Niederlage besiegelt war --> 0,5 : 2,5 gegen uns.
Rifat an Brett 7 erlebte eine sehr abwechslungsreiche Partie. Aus der Eröffnung kam er wie gewohnt recht sicher und hatte Spiel und Druck mit seinem weißen Läufer und Turm, die sich auf den Königsflügel konzentrierten. Zwei Mehrbauern waren das Resultat seiner guten Züge. Im Mittelspiel, als sich Rifat schon recht sicher wähnte, verlor er grundlos den starken Läufer, hatte aber noch drei Plusbauern. Die beiden starken gegnerischen Türme auf der 2.Reihe in Verbindung mit dem schwarzen Läufer machten Rifats König allerdings das Leben schwer. Doch es tat an diesem Tag keinem der beiden Spieler gut , scheinbar in Führung zu liegen, denn nach einigen weiteren Zügen verlor der Lullusstädter seinen Läufer, hatte aber immer noch die bessere Stellung , denn seine Bauern konnten schneller zur Damenumwandlung kommen. Da er aber seinen König zur Unterstützung einsetzte, verlor er wertvolle Zet und Rifat kam als Erster zur Umwandlung und gewann die Partie --> 1,5 : 2,5 gegen uns.
Konstantin an Brett 8 sah sich gleich zu Anfang mit einer seltenen Eröffnung konfrontiert, verstand es aber, dem Anziehenden keinen Vorteil daraus zu schenken. Nachdem die Eröffnung pariert war, entwickelten sich beide Spieler fehlerlos und versuchten ihre Ideen umzusetzen. Konstantin hatte etwas Spiel mit Dame und Läufer in Richtung Königsflügel, sein Gegner war etwas stärker am Damenflügel unterwegs. Im Mittelspiel opferte er für einen Angriff einen Läufer, doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Zwischenzeitlich hatte der Hersfelder sogar zwei Leichtfiguren mehr, doch eine holte sich Konstantin bei einem Schachgebot wieder zurück. Im zähen Mittelspiel hatte Konstantin die besseren Nerven und fand sich in einem Endspiel mit einem Springer mehr wieder, bei je einem Turm und je zwei Isolani. Der materielle Vorteil war nicht leicht auszuspielen, denn es drohte immer wieder ein Abtausch aller Figuren und dann wäre der Springer ( nur noch mit König ) wertlos gewesen. Doch Konstantin verstand es, die Ruhe zu bewahren und die Türme abzutauschen um am Ende noch einen Mehrbauern zu haben. Dies reichte schliesslich zum Gewinn der Partie --> 2,5 : 2,5 Ausgleich.
Nun liefen noch zwei Partien und die sahen nicht schlecht für uns aus. Bei unserm Topscorer Thomas Unger kann man immer auf Punkte hoffen, und Ingo lag erfolgsversprechend im Rennen. Konnten wir die Sensation schaffen oder sollten wir am Ende mit leeren Händen dastehen?
Thomas Unger am Spitzenbrett kam aus der Eröffnung deutlich besser heraus und hatte eine Druckstellung. Er fand in der Folge allerdings nicht immer den stärksten Zug und der Hersfelder verteidigte sich sehr umsichtig, ohne einen größeren Fehler. Schließlich war die Stellung ausgeglichen und sie schlossen Frieden --> 3 :3 Ausgleich. Nun lief an Brett 5 die letzte Partie und Ingo hatte sich eine gute Stellung herausgespielt. Er opferte in der Eröffnung einen Bauern, um seine Entwicklung zu forcieren. Einige Zeit später schlug der weiße Läufer auf h7 mit einem Schachgebot ein. Um ein Matt zu verhindern, musste die schwarze Dame ihr Leben lassen. Weiß hatte nun die Dame sowie 2 Türme, schwarz 2 Türme nebst 2 Leichtfiguren. Eigentlich eine klare Sache, aber Ingo konnte den Vorteil nicht so richtig umsetzen und verlor bei einigen Zügen die Tempi, die Schwarz benötigte, um sich mit allen Figuren schützend vor den König zu stellen. Und diese Barrikade hielt dem Druck stand und bot mit einigen Freibauern am gegnerischen Königsflügel die Chance zur Damenumwandlung. Um das Mannschaftsergebnis zu sichern, stellte sich Ingo erneut in den Dienst der Mannschaft und bot selber Remis an, was er vorher noch ablehnte --> 3,5 : 3,5 Ausgleich.
Damit ging der Mannschaftskampf gegen die sympathischen Gäste unentschieden aus, was auch dem Verlauf aller Partien gerecht wird. Mit 7 Punkten aus acht Spielen und einem 7. Tabellenplatz können wir zufrieden sein.
 
Gelesen: 272 | Hinzugefügt von: thomas
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