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Startseite » 2013 » Mai » 2 » 9. Runde BOL: Fulda 4 verliert ersatzgeschwächt beim neuen Meister Alsfeld mit 2:6
9. Runde BOL: Fulda 4 verliert ersatzgeschwächt beim neuen Meister Alsfeld mit 2:6
14:45
Am 9. Spieltag trafen wir auf, den Tabellenvierten Alsfeld 2, der zwar nicht mehr aus eigener Kraft, aber unter Mithilfe der Konkurrenten noch Meister werden konnte. Dementsprechend gingen die Alsfelder sehr motiviert an die Bretter und boten fast ihre Bestbesetzung auf. Da bei uns leider Thomas Unger, Alex und Lev fehlten, sanken unsere Chancen auf ein befriedigendes Ergebnis, waren uns die Gastgeber doch um 200 DWZ- Mannschaftspunkte überlegen und konnten an jedem Brett den stärkeren Einzelspieler stellen. In der Vorsaison setzte es außerdem noch eine sehr unangenehme 0,5 : 7, 5 Klatsche, sodaß wir mit dem nötigen Respekt nach Alsfeld fuhren. 
Ilyas Celikkol spielte an Brett 8 mit den schwarzen Figuren einen einsamen Kampf. Der junge Alsfelder opferte einen Läufer , um den König ins offenen Feld zu locken und kam recht schnell in großen Vorteil und konnte seine Partie als Erster gewinnen --> 0: 1 gegen uns.
Jan an Brett 2 eröffnete gewohnt sicher und ruhig. Die 200 DWZ-Punkte Unterschied machten sich in der Eröffnung nicht sonderlich bemerkbar. Als der Alsfelder jedoch seinen h- Bauern anbot, den Jan auch nahm, eröffneten sich starke Angriffsmöglichkeiten für den Anziehenden. Jan sah seinen Königsflügel mit dem fianchetierten Läufer unter starkem Beschuß: mit Läufer und Dame , gepaart mit dem Turm auf der h-Linie war seine Stellung nicht mehr zu halten --> 0: 2 gegen uns.
Thomas Dörr sprang zum Glück auch wieder ein und kam zu seinem vierten Einsatz in der Mannschaft. Er ging sehr motiviert in die Partie, und spielte auch eine saubere Eröffnung. Er entwickelte viel Druck auf der offenen e-Linie und hätte vielleicht den gegnerischen Läufer abtauschen sollen. Allerdings verpaßte er es im Mittelspiel die Früchte seiner Bemühungen zu ernten und sein Gegner bekam Oberwasser. Nun stand Thomas d- Bauer im Brennpunkt des Geschehens und der Alsfelder erhielt die aktivere Stellung , die Thomas noch in der Eröffnung schön herausgespielt hatte. Nachdem schließlich seine Dame mit Erfolg gejagt wurde, gab er auf --> 0: 3 gegen uns.
Rifat an Brett 5 traf auch auf einen 200 DWZ-Punkte stärkeren Alsfelder, nahm aber gleich Fahrt auf und tauschte munter die Läufer weg. Da die Stellung für keinen einen Vorteil bot, einigten sie sich darauf, die Friedenspfeife zu rauchen --> 0,5: 3,5 gegen uns.
So lagen wir zur Halbzeit schon deutlich zurück und es schien sich ein ähnliches Debakel wie in der Vorsaison abzuzeichnen.
Im Duell der Mannschaftsführer an Brett 1 nutzte Thomas Gulla den Vorteil des Anziehenden und konnte die Eröffnung in seinem Sinne aufbauen. Der große Unterschied von gut 400 DWZ-Punkten war nicht sonderlich sichtbar, denn Thomas hatte immer die Initiative. Kurzzeitig hatte der Alsfelder den Vorteil des Läufers gegen den Springer, doch Thomas konnte dies wieder zurücktauschen. Am Ende des Mittelspiels hatte der Nachziehende bei gleichem Material einen Isolani – Rand – und Freibauer, während Thomas ( ohne Isolani) den c-Bauern an den gegnerischen Bauern vorbeigezogen hatte. In vielleicht leicht besserer Stellung für Thomas einigten sich die Mannschaftsführer auf ein gerechtes Remis -->1: 4 gegen uns.
Nun liefen noch drei Partien, die gar nicht mal so schlecht für uns aussahen.
Oleg an Brett 4 auch auf einen gut 200 Punkte stärkeren Spieler. Die Eröffnung gelang recht gut, wenn auch seine Entwicklung etwas zurückblieb. Da Dame und König in gleicher Linie standen , nutzte Oleg die Situationund schlug den h- Bauern mit seinem Turm weg. Der Alsfelder entschied sich dann, seine Dame gegen zwei Türme zu tauschen, was im Nachhinein die richtige Entscheidung war. Da Oleg im Mittelspiel leider grundlos einen Läufer opferte erwiesen sich die zwei Türme mit Läufer gegen Olegs Dame als zu stark. Der Alsfelder konnte schön seine Figuren zum Angriff bringen, während Oleg nur die Verteidigung seines e- Bauern blieb. Nachdem sein Springer abgetauscht wurde, konnte er aufgeben --> 1: 5 gegen uns.
Ingo an Brett 3 spielte sicher in der Eröffnung und es gelang ihm, nachdem der Nachziehende kurz rochiert hatte, die Rochadeseite "aus den Angeln zu heben". Er hatte dadurch eine vorteilhafte Stellung, verzichtete aber darauf sie auszuspielen, nachdem wir als Mannschaft mittlerweile mit 4, 5 Punkten in Rückstand lagen. Beide Spieler einigten sich auf ein friedliches Remis --> 1,5: 5,5 gegen uns.
Max an Brett 6 spielte die letzte Partie. Auch er sah sich einem Gegner gegenüber, der gut 300 Punkte mehr mit ins Spiel brachte. Dieser opferte nach der Eröffnung einen Springer gegen einen Bauern, um den Königsflügel aufzureißen. Doch obwohl die eigenen Mannschaftsspieler das Opfer für nicht ganz korrekt hielten, drohte dem König wegen des offenen Flügels immer Gefahr, denn der Alsfelder hatte einen Turm und Dame, sowie anschliessend noch einen Turm auf die g- und h- Linie herbeigeholt. Mehrals ein Dauerschach war abernicht drin und so einigten sie sich auf ein gerechtes --> 2: 6 gegen uns.
Mit dem Ergebnis konnten wir natürlich nicht ganz zufrieden sein, bedenkt man aber, daß wir auf drei Stammspieler verzichten mußten, haben wir uns mit den vier Remisen und den vier Niederlagen noch ganz gut aus der Affäre gezogen. An fast allen Brettern haben wir ganz gut mitgespielt, mußten aber letztlich die Dominanz der Alsfelder anerkennen, die nach dem Spieltag gemeinsam mit Rotenburg 1 als Meister feststanden – Herzlichen Glückwunsch.
 
Gelesen: 296 | Hinzugefügt von: thomas
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