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Startseite » 2014 » März » 11 » Klarer Verlust
Klarer Verlust
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FULDA I  -   KORBACH    0,5    -  7,5
 
     




UGOLYK, VITALIY                 -                 BALOG, IMRE                             0:1
WEISE, MARTIN                   -                 PAP, MISA                                  0:1
BERNDT, MATTHIAS             -                 NGUYEN, HUYNH MIN HUY            0:1
SEHN, NORBERT                  -                 IZSO, DANIEL                             0:1
REH, PHILIPP                       -                 KEARNS, CHRISTOPHER              0:1
HUSS, ROLF                        -                 ZATSCHEK, MARK                       0:1
KÜPPER, MARTIN                -                  ZIOLTKOWSKI, JAN                     0:1
LASCHENKO, SERGEJ          -                  SHKOLNYK, BORIS                      0,5
 
 
MIT  oder OHNE, die entscheidende Frage!   (oder wie Geld die "Schach"welt regiert)
 
In Runde 7 trafen wir auf den SC Korbach, der in der bisherigen Saison  vor allem durch extrem divergierende Ergebnisse auffiel. Unsere Befürchtung, daß der Gegner  sich mit  starken ausländischen Legionären aufrüstet, trat leider ein:  2 GROSSMEISTER, 1 IM und ein Spieler mit IM-Stärke spielten an den Brettern  1 bis 4, dahinter lag die DWZ-Bandbreite zwischen 1700 und 2200.
ZUM SPIELVERLAUF :  An den Brettern 1 bis 4 setzte sich langsam, aber kontinuierlich die Klasse der Profis oder Halbprofis durch.
An Brett 1 hatte VITALIY eine Damengambit-Struktur, wobei der gute schwarzfeldrige Läufer früh getauscht wurde. WEISS hatte durchgängig positionelle Vorteile. Ein starker Springer auf e5 in Verbindung mit zunehmender Aktivität seiner Figuren und ein Bauernvorstoß bis auf a6 engten den Handlungsspielraum immer weiter ein, so daß der Gewinn von GM  IMRE BALOG die logische Konsequenz war.
An Brett 2 suchte MARTIN seine Chance im Angriffsspiel. Er opferte bereits in der Eröffnung eine Leichtfigur, was den gegnerischen König zu einer spektakulären Wanderung zwang. Diese anscheinend günstige Operation wurde von  GM MISA PAP durch perfekte Verteidigung widerlegt. Somit wurden die Weichen für den Korbacher Erfolg bereits früh gestellt.
Ab der Eröffnung hatte am nächsten Brett IM NGUYEN positionellen Druck. Nach zweifelhaften Zügen im Mittelspiel ging auch hier relativ früh für MATTHIAS der Vorhang zu.
Bei NORBERT ergab sich nach solider Eröffnung eine ausgeglichene Stellung,  die er im weiteren Verlauf leider nicht zu seinen Gunsten verwerten konnte . Aus komplexen  taktischen Verwicklungen ging sein Kontrahent als Sieger hervor. NORBERT fehlt ganz einfach die Routine, um derart ausgebufften Spielern Paroli  bieten zu können. 
An Brett 5 spielte der Berichterstatter . Da ich logischerweise die Chancen unserer Mannschaft an den Brettern 5 bis 8 sah, schraubte ich das Risko hoch und opferte in der Eröffnung zunächst einen Bauern und dann eine Leichtfigur. Kompensation und gute Möglichkeiten waren durchaus vorhanden. In beiderseitiger Zeitnot  verlor ich den Faden und die Partie. Schade - hier war sicher mehr möglich!
Unser starker Neuzugang MARTIN KÜPPER  mußte sich dem Trompowski-Angriff erwehren. Er spielte geschickt auf und setzte auf eine dynamische Bauerstruktur. Sein routinierter Gegner erzwang frühzeitig den Damentausch, aber auch hier noch schien  MARTINs Figurenspiel den Ausschlag zu geben. Leider führte ein eingestellter Bauer zum Ende der Diskussion.
ROLF beantwortete einen damenindischen Ansatz seines Gegners mit einem für ihn typischen Läuferfianchetto, woraus sich katalanische Strukturen ergaben. Im Mittelspiel gelang es jedoch seinem Gegner eine Bauernschwäche zu markieren und die Wirkung seiner Figuren zu optimieren. Aus dieser Umklammerung gab es kein Entrinnen.
So blieb es SERGEJ vorbehalten, zumindest einen Teilerfolg zu erzielen. Den Raumvorteil seines Gegners  konnte er durch eine gute Bauernstruktur kompensieren. Im Endspiel besaß er einen Mehrbauern und hatte bei realistischen gegnerischen Remischancen eventuell Mögichkeiten zum vollen Punktgewinn.
 
Mein Fazit: In doppelter Hinsicht kann uns das Gesamtergebnis naturgemäß nicht zufrieden stellen; denn einerseits stellt das Sponsoring  ausländischer Profispieler für einige Mannschaften einen riesigen Vorteil dar, der jedoch andererseits  für den Großteil der Übrigen -  wie in diesem Falle paradigmenhaft dargestellt - zum massiven Nachteil, ggf. bis hin  zum  Abstieg gereicht. Obwohl statthaft liegt hierin m. E.  eine sportlich - unfaire Wettbewerbsverzerrung.
P h i l i p p   R e h
Gelesen: 282 | Hinzugefügt von: sc-fulda
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