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Landesklasse Nord - Runde 1 am 28.09.2014: Ein glücklicher Start in die neue Saison
10:33

Landesklasse Nord - Runde 1 am 28.09.2014

Ein glücklicher Start in die neue Saison

SC Fulda II                  SVG Lauterbach I

1. Kersting, Martin          Herda, Christoph             0 : 1 

2. Paschek, Adam            Andreas, Steffen          1/2 : 1/2   

3. Haase, Reinhard          Krauß, Martin                 1 : 0 

4. Fritz, Marius                Kurzawa, Dirk             1/2 : 1/2    

5. Medshibosher, Boris    Klein, Andreas               0 : 1

6. Janusic, Josip                Struth, Jürgen                1 : 0

7. Lotz, Joachim               Mil, Gennady                 1 : 0

8. Morschel, Dieter           Kuschel, Heidi               1 : 0

                                                                                 5 : 3

Zum Auftakt der Landesklasse-Saison 2014/2015 fuhren wir zu den Schachfreunden der SVG Lauterbach, die nach einem Jahr in der Bezirksoberliga den sofortigen Wiederaufstieg geschafft hatten. Obwohl wir auch in dieser Begegnung nominell favorisiert waren, taten wir uns schwer, was gegen Lauterbach fast schon eine Tradition ist! Es entwickelte sich ein Kampf der Irrungen und Wirrungen, am Ende konnten wir froh sein, beide Mannschaftspunkte nach Fulda mitnehmen zu können, denn auch eine Niederlage war locker drin.

Für einen Paukenschlag sorgte bereits nach rund einer Stunde Spielzeit der Lauterbacher Spitzenspieler Christoph Herda, der den Berichterstatter - ansonsten nicht gerade bekannt für Kurzpartien - elegant matt setzte! Was war geschehen? Nach einer langen Theorievariante griff Herda inkorrekt, aber nicht ungefährlich, scharf am Königsflügel an. Der Fuldaer (Brett 1 mit Weiß) verwarf die nahe liegende Parade, die ihm eine Mehrfigur für zwei Bauern eingebracht hätte, und wählte stattdessen in einem Fall von Schachblindheit ein flottes Selbstmatt, das ihm zwei Züge später auch gelang! Bedenklich sah es zu diesem Zeitpunkt auch für Josip (Brett 6 mit Schwarz) aus. Sein Gegner Jürgen Struth hatte mal wieder ein scharfes, aber chancenreiches Gambit gespielt und einen Bauern geopfert. Josip hatte von der Eröffnung wenig Ahnung, fraß den Bauern und klammerte in den folgenden Stunden! Es dauerte dann rund zwei Stunden, bevor weitere Entscheidungen fielen. Reinhard (Brett 3 mit Weiß) war es vorbehalten, den Ausgleich herzustellen. Er hatte in der Eröffnung lange die Initiative und gute Chancen durch seine Bauernmehrheit am Damenflügel, verzettelte sich  aber offensichtlich. Gerade als sein Gegner Martin Krauß die Partie ausgeglichen hatte, verteilte dieser ein Gastgeschenk und ließ einzügig einen Läufer stehen. Bald darauf folgten die Punkteteilungen von Marius (Brett 4 mit Schwarz) und Adam (Brett 2 mit Schwarz). Marius war gut aus der Eröffnung gekommen und hatte nach einer fehlerhaften Abwicklung seines Gegners einen gesunden Mehrbauern, ließ sich aber zu sehr in die Defensive drängen. In der Endstellung war das Remis ein leistungerechtes Ergebnis, ebenso wie bei Adam, dessen Partie aber recht munter war. Adam hatte ein Remisangebot seines Gegners abgelehnt und stand leicht besser. Um die Verteidigungslinien von Steffen Andreas zu knacken, wählte Adam einen Bauerndurchbruch am Königsflügel, setzte aber ungenau fort, sodass er zwischenzeitlich sogar in Verlustgefahr geriet. Die Partie endete in einem Damenendspiel und einem Dauerschach. Ein 2 : 2 an den vier ersten Brettern war aus Fuldaer Sicht schon etwas dünn! Es ging schon auf die Zeitkontrolle zu, als sich das Blatt dann zu Gunsten der Gäste aus Fulda wendete. Josip, der zwischenzeitlich jenseits von Gut und Böse stand, war es gelungen, seinem Gegner mit dessen tatkräftiger Hilfe den Giftzahn zu ziehen, nämlich die Damen zu tauschen. Dass entstehende Turmendspiel wäre wahrscheinlich immer noch Remis gewesen, das Bauernendspiel entschied dann Josip für sich. Ein Zeitnotdrama spielte sich zwischen Heidi Kuschel und Dieter (Brett 8 mit Schwarz) ab. In einer noch recht komplizierten Stellung mit jeweils allen Schwerfiguren und einem Läufer hatte die Lauterbacherin einen Bauern mehr, aber große Zeitprobleme. Mit seinem 40. Zug gewann Dieter den Bauern zurück und bot in inzwischen ausgeglichener Stellung Remis an, was die Gegnerin in Anbetracht des für die Gastgeber ungünstigen Spielstandes ablehnte, um im nächsten Zug einen ganzen Turm einzustellen - ein weiteres Gastgeschenk! Beim Zwischenstand von 4 : 2 für Fulda holte Edelreservist Joachim Lotz (Brett 7 mit Weiß) den entscheidenden Punkt für Fulda. In einer Partie aus einem Guss hatte er seinen Vorteil Schritt für Schritt ausgebaut, bis er in einem gewonnenen Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern gelandet war. Da war es auch nicht mehr tragisch, dass Boris (Brett 5 mit Weiß) inzwischen auf Verlust stand. In einer scharfen Partie mit wechselseitigen Rochaden und beidseitigem Königsangriff hatte der Fuldaer dem Gegner die Initiative überlassen und war materiell in Nachteil geraten. Da half auch alle Gegenwehr nichts mehr, sein Gegner verwertete den Vorteil zum Anschlusstreffer.

Bleibt zu hoffen, dass wir nach dem holprigen Start in den nächsten Kämpfen besser in die Gänge kommen!

 

Martin Kersting

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Gelesen: 423 | Hinzugefügt von: thomas
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