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Startseite » 2015 » November » 9 » Landesklasse Nord - Runde 2 am 8.11.2015
Landesklasse Nord - Runde 2 am 8.11.2015
18:13

Ein Sieg mit Irrungen und Wirrungen

 

SC Fulda II                  SV Alsfeld I

 

1. Haase, Reinhard          Feicht, Arno                    1 : 0

2. Kersting, Martin          Stein, Tobias                1/2 : 1/2

3. Fritz, Marius                Zilch, Lothar                   1 : 0

4. Medshibosher, Boris    Heese, Mike                 1/2 : 1/2

5. Janusic, Josip                Barisch, Florian              0 : 1

6. Unger, Thomas             Kneußel, Nils                  1 : 0

7. Lotz, Joachim                Miemelt, Evelyn             1 : 0

8. Osmanaj, Rifat              Pade, Joachim                 0 : 1

                                                                                   5 : 3

       

 

Zum zweiten Sieg - ebenfalls mit 5 : 3 Punkten - kam unser Team im ersten Auswärtsspiel der Saison in Alsfeld. Es gab aber viel Spannung und eine Menge Irrungen und Wirrungen, bis wir die zwei Punkte eingefahren hatten! Alsfeld war bis auf sein Spitzenbrett Michael Krah komplett, wir hatten drei, teilweise starke Ersatzspieler dabei.

 

Zum Spielverlauf: Nach einer Stunde Spielzeit hatte Reservist Joachim (Brett 7 mit Weiß) deutlichen Vorteil, nachdem seiner Gegnerin die Eröffnung nicht geglückt war. Reinhard (Brett 1 mit Weiß) und der Alsfelder Neuzugang Arno Feicht hatten bereits die Damen getauscht und der Berichterstatter rechnete mit einem baldigen Friedensschluss. Der Fuldaer Mannschaftsführer (Brett 2 mit Schwarz) und Tobias Stein hatten eine scharfe Variante mit Figurenopfer auf dem Brett. Reservist Thomas (Brett 6 mit Schwarz) glich schnell aus und errang langsam die Initiative. Gegen 16.30 Uhr gab es das erste Ergebnis, Martin und sein Gegner einigten sich auf eine Punkteteilung. Der Fuldaer hatte eine Figur für drei Bauern geopfert und eine gefährliche Initiative, die Partie war aber noch in Remisbreite. Kurz darauf fuhr Thomas den ersten Sieg für Fulda ein, er hatte seinen Gegner langsam, aber sicher überspielt. Rund eine Stunde später musste Josip (Brett 5 mit Weiß) die Waffen strecken in einer komplizierten Partie, sein König erlag dem gegnerischen Angriff! Nun ging es Schlag auf Schlag, Marius (Brett 3 mit Weiß) gelang ein wichtiger Sieg, schon sein zweiter! Sein Gegner Lothar Zilch hatte sich eine solide Stellung aufgebaut, aber fehlerhaft die Damen getauscht, sodass Marius die Stellung knacken und schließlich ein Endspiel mit starkem Läufer gegen schlechten Springer und zwei Mehrbauern sicher zum Sieg führen konnte. Auch Joachim verwertete seinen Vorteil (Mehrbauer und bessere Stellung) souverän, im Turmendspiel waren zwei Freibauern von ihm nicht mehr zu stoppen. Boris (Brett 4 mit Schwarz) hatte eine spannende Stellung mit jeweils Dame und Turm sowie einigen Bauern auf dem Brett und beidseitigen Angriffschancen auf den König, ein Mehrbauer des Gegners fiel da nicht ins Gewicht. Diese Partie endete mit einem leistungsgerechten Remis. Somit stand es 4 : 2 für Fulda. Die beiden noch laufenden Partien von Reinhard und Reservist Rifat (Brett 8 mit Schwarz) kosteten den Kiebitzen viel Nerven, es ging teilweise heckenhoch her, vor allem bei Rifat. Reinhard war in einem Endspiel mit aktivem Springer gegen passiven Läufer gelandet, nachdem sein Gegner falsch abgetauscht hatte. Der Fuldaer behandelte das Endspiel in der fünften Spielstunde aber offensichtlich nicht optimal, da gegnerischer König und Läufer auf Kosten eines Bauern plötzlich sehr aktiv wurden und der Ausgang der Partie wieder offen schien. Mindestens ein halber Punkt musste her! Reinhard holte sogar einen ganzen, das Rennen zweier Freibauern ging zu seinen Gunsten aus. Ob Arno Feicht die Partie noch hätte retten können, müssen Analysen zeigen. Rifat und der dritte Alsfelder Neuzugang Joachim Pade gingen über fast die ganze Distanz! Das Erstaunlichste an der Partie ist, dass sie überhaupt so lange ging, denn Rifat stand seit dem Mittelspiel völlig im Koffer, der Gegner beherrschte mit Läuferpaar und Mehrbauern das Geschehen, ließ Rifat aber immer wieder entwischen, anstatt den Sack zuzumachen. Gerade in dem Moment, wo Rifat eine Remisstellung hätte forcieren können, gab er ein voreiliges Schach und der Gegner kam zum verdienten Sieg. Interessant übrigens, dass es in den beiden ersten Runden in unseren Kämpfen zu keinen Zeitnotdramen kam bei der neuen  Bedenkzeit. Sie trägt sicher dazu bei, solche zu vermeiden.

                                                                

Martin Kersting


Tabelle LK Nord

Gelesen: 213 | Hinzugefügt von: thomas
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