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Landesklasse Nord - Runde 9 am 12.4.2015: Versöhnlicher Saisonabschluss
13:48

SC Fulda II                  SC Kaufungen I

 

1. Kersting, Martin          Hänisch, Uwe                1/2 : 1/2

2. Haase, Reinhard          Kirchner, Vincent            0 : 1

3. Fritz, Marius                Mykietyszyn, Pawel         1 : 0

4. Medshibosher, Boris    Maar                                1 : 0    

5. Janusic, Josip                Bebendorf                  1/2 : 1/2

6. Unger, Thomas              Gück, Günter                1 : 0

7. Lotz, Joachim                Eiser, Karsten                1 : 0     

8. Bernstein, Wulf             Becker, Martin                1 : 0

                                                                               6  :  2   

 

Recht entspannt konnten wir die letzte Runde der Saison angehen, zu der wir die Schachfreunde aus Kaufungen empfingen, hatten wir doch einen gesicherten Tabellenplatz inne. Ganz anders sah es bei unseren Gästen aus, diese standen im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand. Bei Fulda fehlte Adam Paschek am 2. Brett aus familiären Gründen (Weißer Sonntag). Da uns diese Saison umständehalber ohnehin nur sechs Stammspieler zur Verfügung standen, mussten drei Reservisten eingesetzt werden, aber es handelte sich mit Thomas Unger, Joachim Lotz und Wulf Bernstein um sogenannte Edelreservisten. Bei Kaufungen fehlte ein Stammspieler.

 

Zum Spielverlauf: Da Fulda - vom Spitzenbrett einmal abgesehen - favorisiert war, kam das erste Ergebnis überraschend. Nach knapp einer Stunde warf ausgerechnet unser DWZ-Bester und Top-Scorer Reinhard (Brett 2 mit Weiß) das Handtuch. Sonst ein Beispiel für Solidität und sichere, positionelle  Spielweise, hatte er sich bereits in der Eröffnung völlig unnötig in taktische Komplikationen gestürzt und hierbei eine Qualität eingebüßt. Als er wenig später auch noch eine Figur einstellte, war die Partie gelaufen und der Fuldaer hatte seine erste Saisonniederlage bezogen. Es sollte glücklicherweise aber die einzige Niederlage für Fulda bleiben. Gegen 15.45 Uhr konnte Marius (Brett 3 mit Schwarz) ausgleichen. Er hatte seine Partie schnell ausgeglichen und Initiative und Bauern gewonnen. Der Gegner rettete sich aber unter Opfer eines weiteren Bauern in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und gedecktem Freibauern. Ein Freibauernpaar des Fuldaers brachte dann aber die Entscheidung. Rund eine halbe Stunde später steuerte Josip (Brett 5 mit Schwarz) sein Standardergebnis bei, nämlich einen halben Punkt. Das Remis war aber von der Stellung her völlig gerechtfertigt. Kurz vor der Zeitkontrolle ging es dann Schlag auf Schlag. Thomas (Brett 6 mit Weiß) hatte wieder einmal eine Partie aus einem Guss gespielt und seinen Gegner langsam, aber sicher überspielt und uns mit seinem Sieg erstmals in Führung gebracht. Thomas hat als Ersatzmann 3 Punkte aus 3 Partien geholt! Wenig später erhöhte Boris (Brett 4 mit Weiß) auf den Zwischenstand von 3,5 : 1,5 Punkten. Der Fuldaer Senior hatte zwischenzeitlich zwar einen Bauern verloren, übte aber mit Läuferpaar und Dame starken Druck auf den gegnerischen Königsflügel aus, was zum Figurengewinn führte. Diesen verwerte Boris im Endspiel. Wulf (Brett 8 mit Weiß) stellte mit seinem Sieg um kurz nach 18 Uhr den Mannschaftserfolg schon einmal sicher. Er bewies eindrucksvoll, dass er auch mit 82 Jahren noch nichts verlernt hat. Er baute stetig seinen Vorteil aus und wickelte schließlich in ein gewonnenes Endspiel ab. Zu diesem Zeitpunkt liefen noch die Partien von Joachim (Brett 7 mit Schwarz) und Martin (Brett 1 mit Schwarz). Joachim erhöhte bald auf 5,5 zu 1,5 Punkte für uns. In einer königsindischen Struktur überrollte er seinen Gegner schließlich mit einer Bauernlawine, opferte vorübergehend eine Figur für zwei Bauern und wickelte in ein Endspiel mit Mehrfigur ab. "Nachsitzen" musste der Fuldaer Mannschaftsführer am Spitzenbrett, der es mit dem stärksten Spieler der Liga Uwe Hänisch zu tun hatte. Dieser "massierte" nach ruhiger Eröffnung die gegnerische Stellung einige Stunden lang. Vor der Zeitkontrolle stand der Kaufunger mal etwas besser, nach der Zeitkontrolle der Fuldaer, die Stellung blieb aber in Remisbreite. Es wurde bis zur letzten Patrone gekämpft, als gegen 19 Uhr nur noch die beiden Könige und ein Springer auf dem Brett standen, was das Remis perfekt und ein hoher Sieg für Fulda unter Dach und Fach.

Während Vellmar schon lange als Aufsteiger feststand, müssen Bad Arolsen und Kaufungen den Weg in die Nordhessenliga antreten.

Martin Kersting

Abschlußtabelle LK Nord

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