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Startseite » 2014 » April » 29 » Landesklasse Nord - Runde 9 am 27.04.2014: Ein guter Saisonabschluss
Landesklasse Nord - Runde 9 am 27.04.2014: Ein guter Saisonabschluss
13:39

 Ein guter Saisonabschluss

 SC Fulda II                  SC Langenbieber I

1. Laschenko, Sergej       Knacker, Gerald             1/2 : 1/2

2. Kersting, Martin          Freitag, Dirk                   1/2 : 1/2

3. Haase, Reinhard          Wagner, Thomas                1 : 0

4. Kierzek, Mira              Herbst, Alexander           1/2 : 1/2

5. Janusic, Josip               Weigl, Jens                     1/2 : 1/2

6. Fritz, Marius                Weber, Paul                     1/2 : 1/2

7. Küpper, Martin            Weber, Alfred                    1 : 0

8. Paschek, Adam            Beyer, Felix                       1 : 0

                                                                                  5,5 : 2,5

                                                                           

Unsere Mannschaft konnte ganz entspannt zur letzten Runde der Saison zu den Schachfreunden des SC Langenbieber anreisen, hatten wir doch einen guten zweiten Tabellenplatz inne und mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun. Ganz anders war die Ausgangslage bei unserem Gastgeber. Für diesen bestand noch die Gefahr, dass er vom SV Alsfeld überholt wird und auf einem Abstiegsplatz landet. Der SC Langenbieber war dementsprechend in Bestbesetzung angetreten, bei uns wurden der in der 1. Mannschaft fest gespielte Rolf Huss und Thomas Unger von unseren Edelreservisten Martin Küpper und Adam Paschek ersetzt. Zum Spielverlauf: Bereits nach einer Stunde trennten sich der Berichterstatter (Brett 2 mit Schwarz) und sein Gegner friedlich remis. Nach ungewöhnlicher Eröffnungsbehandlung - 1. b4!? b5!? - hatte sich schnell eine stabile und ausgeglichene Stellung ergeben, in der beide Kontrahenten nicht mit Gewalt auf Gewinn spielen wollten. Wenig später folgte Josip (Brett 5 mit Weiß) in leicht besserer Stellung erwartungsgemäß mit dem gleichen Resultat, womit er seine Serie von neun Remis aus neun Partien abschloss. An allen anderen Brettern entwickelten sich aber umkämpfte, teilweise dramatische Partien, wobei der Ausgang lange offen und sogar eine Niederlage der Fuldaer zwischenzeitlich im Bereich des Möglichen war - dies wollten wir dann aber bei aller freundschaftlicher Verbundenheit zu den Gastgebern doch nicht! Sorgen machte uns zum Beispiel unser Spitzenbrett. Sergej wählte mit Weiß eine scharfe Variante, vergaß hierbei aber einen Zwischenzug. Der Gegner bekam für eine Qualität noch zwei Bauern und Initiative, gewann eine Figur, die er aber postwendend zurückverlor. Hierbei übersah er aber einen Gewinnzug! Glück für den Fuldaer, der gegen 17 Uhr ins Remis entwischen konnte. Den ersten Tagessieg fuhr eine halbe Stunde später Reinhard (Brett 3 mit Weiß) ein. In einer Stellung mit Minoritätsangriff am Damenflügel setzte er seinen Gegner unter Druck, nach einem Fehler brach die verteidigungsfähige, schwarze Stellung zusammen. Ähnlich wie Sergej war auch Marius (Brett 6 mit Schwarz) mit einem Remis gut bedient. Sein Gegner Paul Weber spielte wie immer sehr forsch und konfrontierte den Fuldaer mit einem seltenen Gambit. Marius fand nicht die passende Antwort, sein König blieb im Zentrum stecken, die Partie war zwischenzeitlich für Paul Weber glatt gewonnen, dieser fand jedoch nicht die beste Fortsetzung, sodass sich Marius in ein Remis retten konnte. Nach der Zeitkontrolle liefen somit noch drei Partien, die alle über die volle Distanz gingen! Mira (Brett 4 mit Schwarz) hatte lange in Eröffnung und Mittelspiel eine ausgeglichene Stellung. Ihr Gegner riskierte aber - im Bemühen zu gewinnen - zu viel und landete in einem verlorenen Turmendspiel. Zur Abwechslung hatten in dieser Partie die Langenbieberer Glück, denn Mira ließ zwei gute Gewinnchancen aus und landete in einem theoretischen Remis-Endspiel. Die eigentliche Spitzenbegegnung des Tages fand an Brett 8 statt im Duell der Reservisten - DWZ 2080 gegen Elo 2237! Adam (Brett 8 mit Schwarz) gewann langsam, aber sicher die Initiative und einen deutlichen Vorteil gegen Felix Beyer. Er versäumte es aber, gegen den heftig blitzenden Gegner den Vorteil zu verwerten. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als ob ihm die Felle davonschwimmen. In höchst komplizierter Stellung mit beidseitigen Mattdrohungen hatten die Kontrahenten schließlich nur noch ca. eine Minute für den Rest der Partie. Adam gelang es dann beim finalen Blitzen, den Gegner matt zu setzen! Es war bereits kurz nach 20 Uhr. Unmittelbar darauf siegte auch Martin Küpper (Brett 7 mit Weiß)! Bei ihm gab es eine Fülle von beidseitigen Irrungen und Wirrungen. Zuerst hatte Martin seinen Gegner glatt überspielt und einen gesunden Mehrbauern. In einem Anfall von Schachblindheit stellte er aber zwei Bauern mitsamt einem gedeckten Freibauern gleichzeitig ein, wonach sogar der Gegner Gewinnchancen erhielt. Martin bewies aber einmal mehr seine Qualitäten als Zocker und gewann die Partie mit tatkräftiger Unterstützung des Gegners. Der Sieg fiel zu hoch für uns aus! Dennoch war unser Gastgeber guter Laune, da man kurz zuvor die Botschaft vernommen hatte, dass auch Mitkonkurrent Alsfeld verloren hatte und der SC Langenbieber vor dem Abstieg gerettet war.

Unsere Mannschaft hat insgesamt eine gute Saison gespielt, der zweite Tabellenplatz entspricht unserer nominellen Spielstärke. Glückwunsch an den souveränen Aufsteiger Kasseler SK II!

Unsere Topp-Scorer waren Martin Küpper mit vier Punkten aus vier Partien, Adam Paschek mit 2,5 aus 3 und Reinhard Haase mit 6 aus 8! Remiskönig wurde Josip Janusic, der das Kunststück fertig brachte, alle 9 Partien zu remisieren. Mister Black waren Marius Fritz (sieben mal Schwarz in acht Partien) und Martin Kersting (sechs mal Schwarz in acht Partien).

Jetzt dürfen wir uns schon auf die neue Saison freuen!

 

Martin Kersting

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Gelesen: 447 | Hinzugefügt von: thomas
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