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Startseite » 2013 » Mai » 8 » Landesklasse Nord- Runde 9 am 5.5.13 SV Caissa Kassel II - SC Fulda II : Rettung im Endspurt
Landesklasse Nord- Runde 9 am 5.5.13 SV Caissa Kassel II - SC Fulda II : Rettung im Endspurt
01:57
SC Fulda II - SV Caissa Kassel II
1. Haase, Reinhard    ½ : ½ Schlachowitsch, Markus
2. Kersting, Martin     1 : 0   Haase, Wolfgang
3. Janusic, Josip         1 : 0   Franke, Peter
4. Fritz, Marius           0 : 1   Pinnow, Manfred
5. Paschek, Adam       0 : 1  Müller, Berthold
6. Scholz, Franz-Peter 1 : 0   Lukas, Anne
7. Lotz, Joachim          1 : 0 Tsompanidis, Georgios
8. Unger, Thomas       + : -  Powalla, Christian
                    5 1/2 : 2 1/2
Sekt oder Selters! So könnte man die Ausgangslage beschreiben, als wir zur neunten und letzten Runde nach Kassel fuhren, wo wir auf die Schachfreunde von SV Caissa Kassel II trafen. Es war ein Schicksalsspiel, nur ein Sieg konnte uns vor dem Abstieg bewahren! Aber auch für die Heimmannschaft ging es um die Wurst. Der Fuldaer Mannschaftsführer war nach mehreren Absagen froh, mit acht guten Spielern antreten zu können, noch am Vortag hatte Joachim Lotz, Spitzenspieler unserer 3. Mannschaft, zugesagt, den erkrankten Boris Medshibosher zu ersetzen. Außerdem hatten wir unsere Edelreservisten Thomas Unger, Adam Paschek und Franz-Peter Scholz dabei. Caissa war nicht in Bestbesetzung angetreten und überließ uns das 8. Brett kampflos. So kam Thomas Unger zu einem spielfreien Nachmittag als Kiebitz und wir zu einer schnellen 1 : 0 - Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Franz-Peter (Brett 6 mit Schwarz) bereits deutlichen Vorteil, seine Gegnerin war mit dem Gambit, das der Fuldaer spielte, nicht gut zurecht gekommen. Umso überraschender ging der nächste volle Punkt an Caissa. Marius (Brett 4 mit Schwarz) hatte in einem ausgeglichenen Endspiel zu schnell gespielt und einen Bauern eingestellt mit Zusammenbruch seines Damenflügels. Marius, der in dieser Saison unter seinen Möglichkeiten spielte, gab entnervt auf. Eine halbe Stunde später brachte uns Franz-Peter wieder in Führung, er hatte seinen Vorteil sicher verwertet. Wiederum mussten wir uns um eine Partie Sorgen machen: Adam (Brett 5 mit Weiß) hatte sich eine gewinnträchtige Stellung erarbeitet. Gerade, als er zum entscheidenden Königsangriff schritt, griff er daneben, veropferte sich und musste sich in ein Endspiel mit zwei verbundenen Freibauern für einen Springer retten. Zu seinem ersten Sieg nach längerer Zeit kam Martin (Brett 2 mit Schwarz). In einer langen Theorievariante hatte sich eine ruhige und stabile Position ergeben, die Wolfgang Haase aber mehrfach verschärfte, indem er die gegnerische Dame über das halbe Brett jagte. Hierbei lief er jedoch in einen Konter, der zu einem Figurengewinn und einem schnellen Sieg für den Fuldaer führte. Das einzige Remis des Tages steuerte sodann Reinhard am Spitzenbrett mit Weiß bei. Er hatte stets eine leichte Initiative. Nachdem er in Zeitnot einen möglichen Figurengewinn übersehen hatte, ergab sich ein ausgeglichenes Endspiel, jeweils mit Dame und Leichtfigur, das keiner Seite mehr Gewinnchancen eröffnete. Schließlich musste Adam in einem verlorenen Endspiel das Handtuch werfen. Somit stand es 3 1/2 : 2 1/2 für Fulda. Die beiden noch laufenden Partien waren beide mehr oder weniger deutlich besser für uns. Reservist Joachim (Brett 7 mit Weiß) avancierte zum Matchwinner! Er hatte zwar bereits in der Eröffnung eine Qualität gewonnen, strapazierte aber die Nerven seiner Kameraden durch seine hohe Zeitnot, in der bekanntlich alles passieren kann. Als der Fuldaer seinen Vorteil in einen Sieg verwandelt hatte, hörte man den Stein förmlich plumpsen, der uns vom Herzen gefallen war - Tagessieg und Klassenerhalt unter Dach und Fach! Wer jetzt damit gerechnet hatte, dass Josip (Brett 3 mit Weiß - so weit war er aufgerückt!) sein Lieblingsergebnis, nämlich Remis, produzieren würde, sah sich getäuscht. Er lehnte das Remisangebot seines Gegners ab und spielte munter auf Gewinn! Von der Stellung her hatte er natürlich recht, aus der Eröffnung heraus hatte er Raumvorteil und Initiative, während der Gegner sehr passiv stand. Wieder einmal mit einem Springer erzwang Josip dann den Sieg, sein freier a-Bauer wäre nur unter Figurenverlust zu stoppen gewesen. Somit kamen wir zu einem letztlich verdienten Sieg von 5 1/2 : 2 1/ 2 Punkten.
Eine für uns schwierige und für die ganze Klasse völlig verrückte Saison mit überraschenden Ergebnissen fand einen versöhnlichen Abschluss - zumindest für uns! Unsere Gastgeber, Lauterbach und Langenbieber müssen voraussichtlich den Gang in die Bezirksoberliga/Nordhessenliga antreten, obwohl sie satte sieben Mannschaftspunkte auf ihrem Konto haben! Gerade Lauterbach hat einen tollen Endspurt hingelegt - es hat dennoch leider nicht gereicht. Glückwunsch an den souveränen Aufsteiger Vellmar! Der Großteils der Teams war in dieser Saison mit der Mission Klassenerhalt beschäftigt. Wie knapp die Mannschaften beieinander liegen, zeigt der Umstand, dass wir durch den Schlussrundensieg auf den 5. Platz hoch gerutscht sind, bei einer Niederlage oder sogar einem Remis wären wir Schlusslicht gewesen. Selbst eine nominell so starke Mannschaft wie der Kasseler SK II - vor der Saison neben Vellmar als Aufstiegskandidat gehandelt - war zum Schluss noch auf die Schützenhilfe von Lauterbach angewiesen, um dem Abstieg zu entkommen. Sensationell die Rettung der Schachfreunde aus Alsfeld! Erfreulich, dass auch unsere 1. Mannschaft in der Hessenliga den Klassenerhalt geschafft hat. Auf ein Neues in der Saison 2013/2014!
 
Gelesen: 331 | Hinzugefügt von: thomas
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